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Renaturierung Vierezwanzgerriet 2004


Im Spätsommer 2004 wurden zur Vernässung des Vierezwanzgerriets die Drainageleitungen mit Holzzapfen verschlossen. Damit lässt sich damit zwar eine Drainage nicht vollständig dichten, doch ist mit einer deutlichen Reduktion der Drainagefunktion zu rechnen. Zudem entstehen dadurch Ablagerungen, welche die Drainageleitungen endgültig unbrauchbar machen.

August 2004: Im Vierezwanzgerriet werden gradlinige Riedgräben angelegt.

Um die Drainagefunktion der nördlich gelegenen Parzellen zu gewährleisten, wurden deren Drainageleitungen direkt bei der Parzellengrenze in einem 230 m langen Quergraben gefasst und mittels einem 160 m langen Längsgraben mit dem Seegaben verbunden.  Das neue Gewässer erhielt dabei bewusst - in Anlehnung an die traditionelle Ried-Kulturlandschaft - eine gradlinige Führung mit annähernd senkrechten Uferböschungen und kaum Sohlengefälle. Es entstand ein typischer riedgraben mit häufig fast ruhendem Wasserstand. Der geradlinige Seegraben wurde mit einigen muldenartigen Ausbuchtungen besser mit dem dahinterliegenden Moorwald verzahnt.

Diese neuen Lebensräume scheinen bei den Bewohnern des Seebachtals gut anzukommen: Bereits drei Wochen nach der Fertigstellung wurde der gefährdete Edelkrebs (Astacus astacus) im Riedgraben beobachtet. Mit fortschreitender Vernässung des Vierezwangerriets stieg dessen Attraktivität für bodenbrütende Vögel - und 2006 kam es seit Jahren wieder zu einer erfolgreichen Brut des Kiebitz (Vanellus vanellus) im Seebachtal.